
Hinter den Schattenpfoten
Wenn Menschen zu den Schattenpfoten kommen, bringen sie oft ein Problem mit.
Ich bringe meistens zuerst Neugier mit.
Nicht, weil mir das Problem egal wäre.
Ganz im Gegenteil.
Aber bevor ich nach Lösungen suche, möchte ich verstehen.
Wer ist dieser Hund?
Was bewegt ihn?
Und was macht die Situation mit dem Menschen an seiner Seite?
Mich interessiert selten nur das Verhalten.
Mich interessiert, was dahinter steckt.
Denn kein Hund verhält sich grundlos.
Und kein Mensch kommt ohne Geschichte zu uns.
Die Schattenpfoten sind aus dem Wunsch entstanden, einen Ort zu schaffen, an dem nicht zuerst bewertet wird.
Sondern verstanden.
Einen Ort, an dem Mensch und Hund mit ihrer Geschichte ankommen dürfen.
Zu den Schattenpfoten gehöre nicht nur ich.
Auch die Hunde, die uns in unserer Arbeit begleiten, sind Teil dessen, was unsere Arbeit ausmacht.
Sie sind Sozialpartner, Lehrmeister und manchmal die besten Dolmetscher zwischen Theorie und Alltag.
Was mich an meiner Arbeit bis heute berührt, sind die Momente, in denen Verständnis entsteht.
Wenn Menschen ihre Hunde plötzlich mit anderen Augen sehen.
Und wenn aus Unsicherheit, Frust oder Missverständnissen wieder Verbindung werden kann.
Fühl dich ein.
Für mich beginnt genau dort jede Veränderung.

Eure Luise